Wissenschaft ist ständiger Austausch und Diskussion. Das trifft auch auf die Landschaftsökologie zu. Immerhin sieben verschiedene Ansätze gibt es, diese Disziplin der Geographie – manche ordnen sie auch der Biologie zu – zu erklären. Auf jeden Fall betrachten Landschaftsökologen mehr als nur die ökologischen Zusammenhänge in der Natur, was die Ökologen innerhalb der Biologie gern tun, indem sie die Wechselwirkungen zwischen Organismen untereinander und ihrer Umwelt, also Faktoren wie Klima, Boden, Licht, Wasser und chemischen Faktoren betrachten. Die Landschaftsökologie bezieht auch die gewachsene Landschaft und den Menschen ein, der in ihr wirkt. Das ist, wie wir heute wohl gut wissen, nicht ganz unwichtig, siehe Klimakrise.

Aus meinem Studium der Landschaftsökologie am Institut für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster habe ich auf jeden Fall neben vielem Fachwissen mitgenommen, dass auch das lokale Handeln eines einzelnen Menschen dazu beiträgt, dass die Erde sich gut oder schlecht behandelt fühlt. Es schadet also nicht, wenn wir unser eigenes Leben unter die Lupe nehmen und schauen, wie nachhaltig wir handeln.

Bodenökologische Untersuchungen

Mein Diplom als Geograph mit Schwerpunkt Landschaftsökologie habe ich nach fünf Monaten vorbereitender Feldarbeit an der Kevo Subarctic Research Station in Nordfinnland im Dezember 1994 gemacht. Thema meiner Arbeit waren bodenökologische Untersuchungen an der oberen Waldgrenze in Finnisch-Lappland.