Mitte der 90er habe ich als Freier Journalist gearbeitet. Meine Schwerpunkte waren Wissenschaft und Umwelt. Ich recherchierte und schrieb unter anderem für dpa, die taz, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, das Magazin Natur, die Woche und die Zeit. Texte aus dieser Zeit wie Armes Land, Zuviel des Guten, Mit Bayerns Segen und Amtshilfe für Müllverbrenner stehen noch im Internet.

Fasziniert hat mich in dieser Zeit, dass Politiker mit dem Begriff „unter drei“ zum Beispiel in der Bundespressekonferenz signalisierten, dass das fortan Gesagte streng vertraulich ist. Und dass sich Journalistinnen und Journalisten an diese Regel hielten. Wer keine andere Quelle fand, hat über das Gesagte nicht berichtet. Diese Tradition steht auch heute noch für den gegenseitigen Respekt zwischen Politik und Medien.

Journalist schaut Politik auf die Finger

Eine freie, demokratische Gesellschaft braucht Politik, die gestalten kann. Aber sie funktioniert nur, wenn neugierige und gut ausgebildete Journalistinnen und Journalisten den mit Macht ausgestattenen Menschen dabei auf die Finger schauen.

Heute bin ich wieder als Journalist, aber auch als Schriftsteller aktiv. Ich veröffentliche Nachrichten, Berichte und Kommentare auf meinem Blog Wissen (en) Blog. Worum geht es dort? Ich möchte als Wissenschaftsjournalist Antworten auf aktuelle Themen geben, stelle mir Fragen, die sich vermutlich jeder stellen würde, und versuche, sie mit Hilfe von Expertenwissen in einer einfachen Sprache zu beantworten.

Schließlich schreibe ich auch auf Twitter. Um Journalismus und Schreiben geht es auf @schulteschreibt. Meine Meinung twitter ich auf @schultemeint – über Zeitgeschehen, gegen rechte Umtriebe und alles Populistische. Dabei nehme ich kein Blatt vor den Mund, aber immer mit Respekt!